Der Wecker klingelt um 6:30 Uhr. Schnell fertig machen und los!
-Uns ist gestern abend, nach dem Resumee der letzten Tage, klar geworden, dass die geplante Abholzeit um 17 Uhr in Willebadessen ÔÇ×ohne RennereiÔÇť nur zu schaffen ist, wenn wir zeitig, also um 7 Uhr loswandern.-
Geschlafen haben wir alle gut. Es kann also weitergehen. Es sind erst 13┬░C, da ziehe auch ich zun├Ąchst J├Ąckchen und Halstuch dr├╝ber.

E37-01

Campingplatz hat leider (noch?) keine Br├Âtchen

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Der sch├Âne E1, Eggeweg

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Hier war wohl der optische Telegraf

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An der Knochenh├╝tte

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Blick ├╝ber Bad Driburg

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Turm der Ruine Iburg

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Viele Wanderwegmarkierungen…

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typisches Wanderwegschild

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…noch mehr Wanderwegmarkierungen (Asselner H├╝tte)

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B humpelt schon mal voraus…

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Fernmeldeturm Willebadessen: Am Ziel!

Nur das Fr├╝hst├╝ck fehlt etwas. Wir machen einen kleinen Abstecher zum nahegelegenen Camping Eggewald um dort evtl Br├Âtchen abzustauben, aber dort ist um diese Uhrzeit nichts los und alles verschlafen.
Na gut. Also wieder zur├╝ck den knappen Kilometer auf den Eggekamm und weiter nach S├╝den durch die Egge. Der Kammweg verl├Ąuft gerade, aber nicht unangenehm. Ein schmaler Pfad durch h├╝bsches Gel├Ąnde ohne Auf und Ab.
Bei der H├╝tte am Rehberg machen wir Rast. Hier stand fr├╝her eine optische Telegrafenstation die Berlin mit Koblenz verband. Wir sind hier auf der H├Âhe von Altenbeken. Leider gibt es an keiner Stelle des Weges -weder vorher, hier noch sp├Ąter- eine Gelegenheit die sagenumwobene Eisenbahnbr├╝cke zu sehen.
Ich telefoniere mit meiner Frau, und gebe mit unserem fr├╝hen Wanderstart an. Wir verabreden ein Familientreffen bei der Sachsenklause an der Iburg zwischen 10:30 und 11 Uhr.

Wir ziehen weiter. Es bleibt ein eher gerade Waldweg, jedoch wirklich sch├Ân. An der Knochenh├╝tte, bei km 7, wird der Blick nach Osten mal frei und gleich fotografiert. Ca 2km sp├Ąter ├╝berqueren wir die Landstra├če B64 und den Zubringer nach Bad Driburg. Dann geht es erst an einer Wiese entlang, danach direkt neben der asphaltierten Stra├če zur Iburg. Bei km 11 verlassen wir den Weg und machen den Abstecher runter zur Iburg und Treffpunkt an der Sachsenklause. Ich werde st├╝rmisch von meiner und der befreundeten Familie J empfangen. Emotional ein sehr sch├Âner Moment. Von der Terrasse der Sachsenklause hat man einen sensationellen Blick ├╝ber Bad Driburg. Es ist allerdings sehr windig, deswegen nehmen wir das langersehnte Fr├╝hst├╝ck -vor allem den Kaffee!- drinnen zu uns. Die Kinder sind etwas zappelig. Gemeinsam, also zu elft, besichtigen wir noch die Ruine der Iburg. Dann k├Ânnen wir nicht weiter tr├Âdeln und es ist schon wieder Zeit sich zu verabschieden. Die Js wollen zeitig nach Hause und meine Frau will uns ab dem Wanderparkplatz in Willebadessen entgegengehen.
Also schnell zur├╝ck zum Weg. Das waren jetzt 2km extra in 40 Minuten. Alles im Rahmen.
Es geht immer noch sch├Ân weiter wobei sich der Weg bald etwas verbreitert. An der Kluesweide finde ich noch einen sch├Ânen Geocache. Danach, etwa um den Ochsenberg zum Bodental, wird der Weg auch wieder schotterig. Bald knickt der E1 nach rechts ab und bei Wanderkilometer 20 (E1 km 17) machen wir noch eine Rast an einem Parkplatz.
B schw├Ąchelt ziemlich. Die Knie. Obwohl er sie heute morgen schon mit der Zaubersalbe eingerieben hat. Wir sind etwas ratlos.
An der folgenden Stra├čenkreuzung sieht es aus, als m├╝ssten wir den folgenden Kilometer unangenehm an der Landstra├če gehen. Es gibt aber doch einen ÔÇ×GeheimwegÔÇť der gegen├╝ber rechts an der Leitplanke runterf├╝hrt. Es folgt ein eher behelfsm├Ą├čiger Matsch- und Unterholzpfad. Naja, besser als an der Stra├če.
Irgendwann geht es nicht anders und wir m├╝ssen die letzten paar Hundert Meter auf die Stra├če. Immerhin ein schmaler B├╝rgersteig bis Herbram Wald. An der Ecke Herbramer Stra├če – Bahnhofstra├če d├╝rfen wir zum Gl├╝ck wieder in den Wald. Es geht nun nach OstNordOst jedenfalls 500m. Hier folgen wir der Ausschilderung nach S├╝den.
-Wie ich bei der Nachbereitung feststelle gehen Eggeweg und E1 laut Karte einen weiteren Schlenker nach Osten, am Steilabfall “Teufelsk├╝che” vorbei. Ich bin allerdings sicher hier keine Wegweiser ├╝bersehen zu haben.-
Es folgt ein uriger Waldweg mit stellenweise offenen, moorigen Abschnitten.
Letzte Rast Asselner H├╝tte km 22 (E1 nur 19km). Meine Frau wartet schon. Nur noch 5km.

B qu├Ąlt sich sehr und geht schon ganz langsam vor. Der Weg ist weiterhin sch├Ân und waldig. Die Gedanken an das Ende der Wanderung und die bevorstehende R├╝ckfahrt lasten jedoch auf dem Gem├╝t.
Wir holen B noch vor der Willebadessener H├╝tte wieder ein. Noch mal ganz kurz Verschnaufen und Endspurt zum letzten Kilometer. Pl├Âtzlich erscheint vor uns der Fernmeldeturm Willebadessen, den wir ├╝brigens auch gestern schon vom Eggeturm sehen konnten. P├╝nktlich 17 Uhr erreichen wir den Parkplatz.

Ca 3 Stunden sp├Ąter sind wir in Hamburg, da wir gl├╝cklicherweise in keinen nennenswerten Stau oder R├╝ckreiseverkehr kommen.

Das waren sensationelle vier Tage! So kann es von mir aus weitergehen ÔÇŽ nur bitte ohne jegliche Beschwerden!