Tag 4 von 4:

Planung:
Vermutlich werden wir heute wieder sportlich fr├╝h aufbrechen, um die minuti├Âs geplante und lange vorausgebuchte Heimfahrt (Sparticket!) mit der Bahn nicht zu gef├Ąhrden.
Heute durchqueren wir Willingen (Upland) und wandern ├╝ber Niedersfeld nach Silbach. Hier in Silbach gibt es bei schlimmen Schw├Ącheanf├Ąllen oder Beschwerden die Chance die Notbremse zu ziehen und auf die letzten 6km nach Winterberg zu verzichten.
Ich gehe aber davon aus, dass wir es noch bis Winterberg Nordhang (Kahler Asten) schaffen und dort den Bus um 18:19 zum Bahnhof bekommen.

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Markierung in Schwalefeld

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Willingen, ist das nicht schon S├╝ddeutschland?

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Gondelseilbahn sowas gibts doch nur in den Alpen…?

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Pause an der Hoppecke, aber die Bank ist zu sonnig

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Heute ist Alphornmesse in Willingen. Da klingt doch schon Alpen mit…

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Rothaarsteig…

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Heidelandschaft mit Schnucken!

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Vom Clemensberg 837m ├╝NN

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Gipfelbuch

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Äolsharfe

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Sprengsignale

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Wegweiser

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Den schmalen Downhillfpad wieder runter

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E1 Marker vor Niedersfeld

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Schieferh├Ąuser in Niedersfeld

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Nach der Ruhr gehts auf dem X2 weiter!

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Die H├╝tte zur Mittagspause um 16 Uhr… gleich rummst es….

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hier geht’s hoch

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Rechts geht es weiter, links zum Bahnhof. Tsch├╝s E1!

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Abenteuerlich ├╝ber die Gleise

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Warteh├Ąuschen Silbach Bahnhof

Die Matratzen der Jugendherberge sind mal angenehm fest. Dennoch wurde der Schlaf etwas unterbrochen durch Radau ein paar sp├Ąter Heimkehrer. Naja, Jugendherberge eben. Das Fr├╝hst├╝cksbuffet l├Ąsst keine W├╝nsche offen. Wir nehmen noch ein Lunchpaket f├╝r 5 ÔéČ da wir heute, am Sonntag, nichts Einkaufen k├Ânnen. Die Br├Âtchen daf├╝r machen wir selbst. Dazu gibts Fruchtsaft, Knoppers, M├╝sliriegel und Obst.
Um 9 Uhr bei 21┬░C stapfen wir los zur├╝ck zum X16. (Echte E1 Marker sind seit Kaiser Otto Weg selten)
Aus Schwalefeld, dass auf etwa 510m liegt, geht es nach S├╝dwesten erst mal wieder bergauf. Bei 1,5 km auf dem E1 (X16) kommen wir an eine Gabelung. Hier ist der X16 nach rechts ausgeschildert. All mein Kartenmaterial besagt jedoch, dass der Weg links geht. Es sind sogar in einiger Entfernung links weitere X-Markierungen zu erkennen. Wir nehmen also meinen vorbereiteten Track.
Auf einem schattigen Waldweg wandern wir hoch. Auf ca 600m angekommen dann wieder j├Ąh bergab. Rein nach Willingen. Durch (Ferien-)wohngebiet und Baustellenstra├če. Unten in Willingen (ca 550m ├╝NN) finden wir mal wieder keine Wegmarkierungen und ich lotse uns nach meinem vorbereiteten Track. Willingen ist sehr touristisch. Erinnert mich leicht an Braunlage. Wir ersp├Ąhen Reste von X Markierungen. Zwischen Friedhof und Kirche setzen wir uns auf eine Bank. Hier ist eine X-Markierung klar ├╝bermalt. Mir schwant etwas. Ich schaue noch mal in die DAV App (├╝brigens sehr zu empfehlen!) aber auch hier ist mein vorbereiteter Track ÔÇ×nochÔÇť g├╝ltig. Es scheint allerdings ganz deutlich, dass hier in Willingen der X16 / E1 verlegt wurde bzw gerade verlegt wird. Beginnend bei der besagten Weggabelung geht der neue Weg dann vermutlich ÔÇ×Am HagenÔÇť nach Willingen hinein, dann links in die ÔÇ×Schwalefelder Stra├čeÔÇť, rechts in ÔÇ×TreistriftÔÇť, links ÔÇ×Bergstra├čeÔÇť weiter ÔÇ×Briloner Stra├čeÔÇť und beim Bavaria Stadl links in den Kurpark. Beim Kurpark haben wir jedenfalls Markierungen sehen k├Ânnen.
Wir gehen ÔÇ×Neuer WegÔÇť weiter nach S├╝dwesten. Unter der Bahn durch. Hier ist wieder alles markiert. ÔÇ×Zur HoppeckeÔÇť nach Westen. Hotels, Skiverleih, Klamottenl├Ąden. Alles zweisprachig deutsch und holl├Ąndisch vertextet. Der Blick nach S├╝den auf den Ettelsberg (838) von dem gerade ein Schwung MTBler herunterrasen, macht einen ziemlich alpinen Eindruck. Wir sind wirklich nicht mehr in Norddeutschland.
In einer weiten Kurve geht es westlich um den Ettelsberg nach S├╝den herum. Das Gel├Ąnde steigt leicht aber stetig an. An einer Br├╝cke ├╝ber die Hoppecke machen wir Pause. Wir haben nun schon wieder 31┬░C im Schatten aber es weht ein leichter Wind.
Bei km 8 verpassen wir mal wieder einen Abbieger und m├╝ssen 250m zur├╝ckgehen. Immer sch├Ân an der Hoppecke entlang nach S├╝den. Bei km 10 kommen wir an eine gro├če Wanderkreuzung ÔÇ×Am StreitÔÇť. Hier sind zum ersten Mal viele andere Wanderer zu sehen. Wir setzen uns zur Trinkpause auch kurz mal auf eine Bank. P und ich warten sowieso auf B, der sich langsam hinter uns her m├╝ht.
Nach kurzer Rast biegen wir hier nun rechts ab, nach Westen, auf den RothaarsteigÔÇŽ deswegen also die vielen WandererÔÇŽ es geht auf eine offene Fl├Ąche auf ca 800 m ├╝NN. Sieht aus wie die L├╝neburger Heide. Sogar mit Heidschnucken!
Ungef├Ąhr bei km 12 finden wir wieder eine Beschilderung, auf der klar zu erkennen ist, das der X16/E1 nun anders verlaufen sollen. Wir entscheiden uns diesmal bewusst f├╝r die neue Strecke die nach S├╝den abknickt und werden kurz darauf mit der Aussicht vom Gipfel des Clemensberg (837m ├╝NN) und dem Klang einer ├äolsharfe belohnt. B hinterl├Ąsst einen Eintrag im Gipfelbuch, wie damals am Wietzer Berg.
Weiter geht es nach Westen zur Hochheide H├╝tte. Hier kehren wir auf ein Wanderbier ein.
Nun geht es ein St├╝ck nordw├Ąrts, bis bei km13 der X16 nach Westen abknickt und damit den Rothaarsteig wieder verl├Ąsst.
Es geht nun wieder etwas steiler bergab auf einem schmalen Downhill Pfad bis in die Au├čenbezirke von Niedersfeld.
Langsam steht die gro├če Mittagspause an, aber kein Rastplatz will uns recht gefallen, vor allem wegen der Sonne.
Also weiter durch Niedersfeld ├╝ber die Ruhrstra├če. Hinter der Feuerwache links vorbei. Da ist gerade Volksfest. Wir ├╝berqueren die Ruhr und am n├Ąchsten Wegweiser stellen sich neue Weichen f├╝r den E1. Ab hier folgen wir n├Ąmlich dem Rothaarweg X2.
Seit einiger Zeit beobachten wir argw├Âhnisch wie Wolken aufquellen und sich der Himmel verfinstert. Mittagspause und Unterstand w├Ąren wirklich mal angebracht. Wir gehen aber noch eine ganze Weile weiter auf Asphalt in s├╝dlicher Richtung aus Niedersfeld heraus. Am Ortsausgang, nach einer Kartbahn und alten Kampfflugzeugen, finden wir gegen 16 Uhr eine kleine Holzh├╝tte vom Skiverleih f├╝r den nahen Eschenberg. Kaum haben wir uns niedergelassen, da bricht ein Unwetter los, dass sich gewaschen hat. Es blitzt, donnert und gie├čt so heftig, dass wir kurz erw├Ągen abzubrechen und ein Taxi zu nehmen. Es sind noch 4,5 km bis Silbach.
-Insgeheim hatte ich gehofft, es bis 16 Uhr nach Silbach zu schaffen. Dann h├Ątten wir zumindest ├╝berlegen k├Ânnen ob wir noch die restlichen 6km nach Winterberg dranh├Ąngen.-
Etwa viertel vor f├╝nf h├Ârt es auf zu sch├╝tten. Der Regenradar zeigt eine L├╝cke von einer halben Stunde die wir ausnutzen wollen. Ich habe nicht mal eine Regenjacke dabei und renne voraus. N├Ârdlich am Eschenberg entlang bergauf.
Als nach 1,5 km der n├Ąchste Unterstand St Blasius nicht mehr weit ist, warte ich auf die anderen. Es regnet noch nicht. Regenradar aktualisiert. Angeblich haben wir noch bis zwanzig nach f├╝nf Gnadenfrist. Das Thermometer ist auf 20┬░C gefallen. Gemeinsam geht es weiter. Am Rastplatz mit Feuerstelle St Blasius vorbei. Von dort weiter nach S├╝den ├╝ber einen gem├Ąhten Wiesenweg. Nach dem Starkregen ist dieser recht sumpfig. Nach 500m treffen wir wieder auf einen ÔÇ×richtigenÔÇť Forstweg der nun mehr nach Westen f├╝hrt. Es nieselt. Ich will schon wieder vorlaufen, aber es gibt sich. Es ist auch nicht mehr weit.
Noch einmal extrem steil die Siberbergstra├če herunter und wir sind im Zentrum von Silbach. Wir gehen die Burgstra├če weiter unter der Bahn durch und dann trennen wir uns f├╝r dieses Mal vom E1 bzw Rothaarweg X2.
Wir biegen links in den Hillebrandweg ab und gehen noch 600m bis zur Bahnstation die komischerweise etwas au├čerhalb liegt. Hier m├╝ssen wir noch etwas abenteuerlich die Schienen ├╝berqueren und sind am Bahnhof. Das war es f├╝r heute. Wir nutzen das gesch├╝tzte Warteh├Ąuschen und die 50 Minuten Wartezeit f├╝r Katzenw├Ąsche, frische T-Shirts und Deo. Wir wollen ja bei der Bahnfahrt niemanden bel├Ąstigen.
Die abschlie├čende Bahnfahrt mit Umsteigen in Dortmund und Hannover absolvieren wir p├╝nktlich und ohne Schwierigkeiten. Im ICE von Hannover nach Hamburg geben uns ein paar nette Orchestermusiker nebenan noch ein Bier aus. Wir sind um 0:04 Uhr in unserer Heimatstadt und hundem├╝de.
Das war wieder ein Erlebnis!