Tag 3 von 4:

Planung:
Heute von Herdorf langsam hoch und durch den Westerwald bis Liebenscheid und weiter zur Fuchskaute, dem h├Âchsten Gipfel im Westerwald mit 657m. Dort werden wir, wenn alles nach Plan l├Ąuft, von unseren Gastgebern abgeholt…

Wieder gut ausgeschlafen gehe ich, wie verabredet, morgens kurz vor acht in den Speisesaal. B ist schon da. Nanu. Sonst ist der doch Langschl├Ąfer. In seinem Zimmer roch es nicht gut, meint er. P gesellt sich zu uns und wir langen zu. Nach dem Fr├╝hst├╝ck checken wir aus und gehen noch einen Umweg zu Aldi-S├╝d Proviant kaufen. Da wir mit der kommenden Wassernachf├╝llsituation nicht recht vertraut sind, erwerben wir zus├Ątzlich jeder ein bis zwei halbe Liter-Flaschen.
Viertel nach 9 Uhr starten wir. Es sind schon 24┬░C.

E1-48-01

katholische Kirche Herdorf

E1-48-02

Unterf├╝hrung unter Bahn in Herdorf

E1-48-03

Sch├Âner Pfad

E1-48-04

Erste Pause am Hohenseebachskopf

E1-48-05

Tr├Âdelsteine mit Gipfelkreuz und -buch

E1-48-06

schwedischer Kreisverkehr?

E1-48-07

Siegerland Airport

E1-48-08

Liebenscheider H├╝tte, guter Platz f├╝r Geburtstagsfeiern… jedenfalls im Sommer…

E1-48-09

Wie in Fuhrberg

E1-48-10

Brunnen mit Trinkwasser?

E1-48-11

Ketzerstein

E1-48-12

Wiesenweg durch junge Tannen

E1-48-13

Endmarkierung f├╝r heute

E1-48-13

Blick aus unserem Zimmer im CGW Rehe

Wir gehen zur├╝ck zur Br├╝cke ├╝ber die Heller. Von dort wollen wir aber nicht nochmal die Treppen hoch, nur um ein paar Meter auf der Stra├če gehen zu m├╝ssen, sondern nehmen den h├╝bscheren Fu├čweg an der Heller. Nach 250m treffen wir auf die Burgstra├če und somit auch die E1 Markierungen.
Dort wandern wir ├╝ber die gro├če Hellerbr├╝cke und an einer engen Kreuzung die Hauptstra├če wieder zur ÔÇ×katholischenÔÇť Aloisius Kirche. Gegen├╝ber der Kirche f├╝hrt der Weg nach S├╝den. Wir nehmen die Unterf├╝hrung unter der Bahn hindurch und dann geht es in der Stra├če ÔÇ×BornseifenÔÇť wieder bergauf durch ein Wohngebiet. Weiter nach rechts in die Waldstra├če und wieder links den Finkenweg der uns am Ende in den Wald f├╝hrt. Kaum aus Herdorf heraus, gibt es eine Wandertafel mit Bank neben einer kleinen Minikapelle. Die Markierung sieht f├╝r uns so aus, dass es rechts neben der Bank hoch geht. Stimmt aber nicht und wir m├╝ssen wieder 100m zur├╝cklatschen.
Es folgt ein eher breiter Forstweg, dann kurz aber h├╝bsch ein kleiner Trampelpfad durch den Wald nach Westen. Langsam schwenkt der mittlerweile wieder breitere Weg Richtung S├╝den. Es geht die ganze Zeit bergauf. Nicht sehr steil aber doch nervig und erm├╝dend. Bei der Nachbereitung stelle ich fest, dass wir bei km 4 einen Abstecher zu einem sehr sehenswerten Ort, dem Silbersee verpasst haben. Verdammt!
Der Anstieg wird weniger und bei km 5,5 erreichen wir den Hohenseelbachskopf mit Gastronomie die in 10 Minuten ├Âffnet. Wir setzen uns zum P├Ąuschen und teilen uns zwei gro├če Radler.
Ab jetzt verl├Ąuft der Weg fast gerade gen S├╝dosten durch den sch├Ânen Westerwald und ist auch recht eben. Erinnert mich leicht an den sch├Ânen Eggeweg im Teutoburger Wald.
Bei km 11 erreichen wir die Tr├Âdelsteine, wieder eine nette Basaltformation. Nicht ganz so beeindruckend wie der Druidenstein, daf├╝r kann man aber hoch und sich ins Gipfelbuch eintragen. Unser drittes Gipfelbuch auf dem E1! Wir machen noch etwas Pause und beobachten eine Gruppe Wandertouristen die urpl├Âtzlich aus dem Geb├╝sch von Nordosten auftauchen.
Einen Kilometer weiter geht es in offeneres Gel├Ąnde und bei einem Wanderrastplatz, auf dem noch leere Bierflaschen (vermutlich von Donnerstag) stehen, f├╝hrt der E1 auf einem befestigtem Feldweg weiter durch Felder und Wiesen bis in das winzige Dorf Lippe. Das D├Ârflein ist schnell durchquert und an der Landstra├če ├╝berlegen wir ein Weile, wie die Ausschilderung wohl zu deuten ist. Leider l├Ąsst es sich nicht vermeiden 440m an der Landstra├če zu gehen.
An einem Kreisverkehr (mit geschlossenem Wasserbetthotel) ├╝berqueren wir die B 54 und gehen weiter durch ein Gewerbegebiet am Siegerlandflughafen vorbei. Ist ja nur kurz. Danach geht es auch gleich wieder nett in den Wald und wir erreichen die ÔÇ×Liebenscheider H├╝tteÔÇť. Einige Autos stehen hier auf dem Parkplatz und die Bierb├Ąnke sind h├╝bsch dekoriert. Sieht aus wie Gastronomie. Wir setzen uns und ich geh mal zur H├╝tte drei Radler bestellen, da erfahre ich, dass es sich hier um eine private Geburtstagsfeier zum Sechsundsechzigsten von Gisela F. handelt. ÔÇ×Oh, sorry ! Wussten wir nicht, da gehen wir mal wiederÔÇŽÔÇť sage ich, aber da werde wir auch schon zu Bier und Mohnkuchen eingeladen. Die Gastgeberin gibt uns noch ein paar nette Infos ├╝ber den Ketzerstein und das nahe Dreil├Ąndereck (NRW, Hessen, Rheiland-Pfalz) Vielen Dank und viele Gr├╝├če an alle Beteiligten der Feier!

Gest├Ąrkt und beschwingt von Bier und Kuchen gehen wir eine h├╝bsche, gerade Stra├če (fast wie Fuhrberg) weiter bis Liebenscheid. Das Nest ist in einer S├╝dschleife durch die Wilhelmstra├če schnell durchquert. Raus geht es nach Westen bis wir einen waldigen Gr├╝nstreifen zwischen den Feldern erreichen, durch den der E1 dann wieder nach S├╝dosten verl├Ąuft. Bei km 19 wendet sich der Weg nach S├╝dwesten und erreicht 1km sp├Ąter Wei├čenberg. Hier gibt es einen sch├Ânen Brunnen und eine 350 Jahre alte Eiche. Manche Leute sitzen vor ihren H├Ąusern und schauen neugierig. Wir gr├╝├čen freundlich.
Aus dem Dorf heraus geht es dann nach S├╝den zum 550m entfernten Ketzerstein. Nach Druiden- und Tr├Âdelsteinen nicht sonderlich aufregend aber trotzdem fotogen und eine kleine Trinkpause wert. Es sind mittlerweile auch 27┬░C und B ist heute, am Ende des dritten Tages, auch langsam am Limit. Das schlimme Knie scheint soweit zu funktionieren. Beinmuskulatur und Gesamtkonstitution schw├Ącheln aber etwas. Ist ja nicht mehr weit.
Vorbei an einem eckigen Wald ├╝ber Wiese bergab und dann wieder in einen urigen Waldweg. Schatten ist momentan willkommen. Als der Weg gerade wieder in offenere Wiesen f├╝hrt, sehe ich einen Fuchs ├╝ber den Weg laufen. Wie passend, wo es doch zur Fuchskaute geht.
Noch ein bisschen weiter Richtung S├╝den, nur noch wenige H├Âhenunterschiede ├╝berwindend, durch Wald und Feld und ├╝ber einen h├╝bschen Wiesenweg durch junge Tannen und endlich, bei km 23,5, stehen wir an der Abzweigung, an der wir den E1 f├╝r heute verlassen. Wir gehen weiter nach links zur Fuchskaute. Noch etwa 500m. Dort ist gerade eine Hochzeitsgesellschaft, daher konnten wir f├╝r heute hier keine ├ťbernachtung bekommen.
Vom Parkplatz rufe ich bei unseren Gastgebern im CGW Rehe an die uns ihren FSJler Jonas zum Abholen vorbeischicken. Wir sind sehr dankbar, dass das so geklappt hat. Als Ortsunkundige h├Ątten wir sonst ├╝ber regul├Ąre Wege mindestens 4km mehr gehen m├╝ssen.
An der Rezeption werden wir freundlich empfangen. Die Anlage scheint riesig. Mit einem wundersch├Ânen Park. Ein bisschen wie eine gro├če Jugenherberge. So sieht auch unser Zimmer aus. Zwei Etagenbetten. B schl├Ąft oben, P und ich jeweils unten. Nat├╝rlich erst nach Duschen und Abendessen, dass wir drau├čen zu uns nehmen.