Tag 1 von 4:

Planung:
Nach einem Jahr Wanderpause sind wir nun endlich wieder auf dem E1 unterwegs! Wieder mal vier Etappen direkt hintereinander. Wegen der langen Anreise heute nur eine kurze Etappe von 17km. In Alpenrod auf dem Gräbersberg gibts nen Aussichtsturm. Dann gehts an den Dreifelder Weiher und am Posweiher danach ist schon Schluss für heut.

Nach etwas ungemütlich frühem Aufstehen steige ich um 6:46 Uhr Hamburg Hbf in den ICE nach Hannover. P ist bereits seit Altona im Zug, B ist Dammtor zugestiegen. Die Anfahrt ist etwas aufwändig mit drei mal Umsteigen. Klappt aber alles ziemlich gut. Nur zwischen Hannover und Köln ist der Zug aufgrund der Pfingstfeiertage rappeldickevoll und es gibt keine freien Sitzplätze. Zumindest nicht für uns alle. Also ab ins Bordrestaurant. Ab Köln in den Bummelzügen wieder alles kein Problem. Pünktlich um 13:22 Uhr erreichen wir Hirtscheid Nistertal und es kann losgehen.

Erst mal 1,4km zum Wanderstart. Die Knopfzelle von meinem Temperatursensor ist alle. Mist! Keine aktuellen Temperaturwerte bei der Wanderung! Sind heute aber ungefähr 17°-20°C. Heiter mit Schönwetterwolken.

Rhododendron in Alpenrod

Rhododendron in Alpenrod

Witziger Giebel

Witziger Giebel

Blick vom Aussichtsturm Gräbersberg

Blick vom Aussichtsturm Gräbersberg

Dreifelder Weiher Blick nach SĂĽden

Dreifelder Weiher Blick nach SĂĽden

Schöner Wanderweg am Dreifelder Weiher

Schöner Wanderweg am Dreifelder Weiher

BrĂĽcke ĂĽber die Wied

BrĂĽcke ĂĽber die Wied

Dreifelder Weiher Blick nach Norden

Dreifelder Weiher Blick nach Norden

Post Weiher mit Tagesziel

Post Weiher mit Tagesziel

Der E1 biegt von der BĂĽdinger StraĂźe in die Alpenroder StraĂźe ab, durch ein Neubaugebiet von Hirtscheid. Angeregte Diskussionen um Wohn- Lebensqualität neben Miet- und Immobilienpreisen sind die Folge. Vorbei an Feldern gelangen wir schnell nach Alpenrod. Alpenrod ist etwas dörflicher und hĂĽbscher und hat weniger Industriegebiets-Ambitionen als Hirtscheid. Auf dem Weg von der HauptstraĂźe zur Kirche Alpenrod kommen uns zwei junge (jedenfalls jĂĽnger als wir) Wanderinnen mit Rucksack entgegen. Sieht nach ernsthaftem Wandern aus. Aber wir sind mal wieder zu schĂĽchtern zum Ansprechen… Nachher haben die KO-Spray dabei oder sowas… Und dabei geht hier doch kein Wanderweg auĂźer dem E1 lang.🤷‍♂️

Es geht weiterhin nach Südwesten. Raus aus Alpenrod. Vorbei an Pferdekoppeln und Wiesen langsam hoch zum Gräbersberg. Der Aussichtsturm dort nebst Gaststätte wird von einigen Pfingsausflüglern frequentiert. Die Aussichtsplattform besteigen wir selbstverständlich. Man hat einen tollen Ausblick. Ich kann aber für mich keinen Ziel, oder Referenzpunkt zur E1 Wanderung finden.

Weiter geht es zunächst nach Süden, an ein paar Windrädern vorbei. Erinnerung an die Etappe nach Bad Nenndorf kommen auf. Vor 20 Etappen, spendierte unser Wandergast C.B. damals stilvoll Single Malt. Schade dass heute keine Gäste dabei sein können.

Jetzt wendet sich der Weg weiter nach Westen und es wird waldig auf breitem Forstweg größtenteils mit Schotterbelag. B schätzt das wegen seiner dünnen Schuhsohlen nicht besonders. Eine Weile geht es in dieser Weise leicht langweilig auf Forstautobahn durch den Wald Richtung Westen und Süden bis wir das Nest Langenbaum durchqueren. Hier überqueren wir eine Landstraße und der Weg knickt nach Osten ab. Plötzlich stehen wir am Nordufer des Dreifelder Weihers. Ist ja schon mal ganz schön und bei 9km auf dem E1 auch eine gute Pausengelegenheit.

Im weiteren Verlauf gehen wir an der Ostseite des Sees südwärts und erhaschen immer wieder feine Ausblicke. Sehr schön! In Dreifelden verlässt der E1 kurz das Ufer. Wahrscheinlich um Kirche und das malerische alte Dorfzentrum mitzunehmen. Sehr gemütlich sieht es hier aus. Dann geht es zurück an den See. Über eine Holzbrücke überqueren wir die Wied, die den Dreifelder Weiher speist. Es bleibt ein schöner Weg. Doch irgendwann ist der See zu Ende und es geht erneut über eine Landstraße nach Westen und anschließend einen Forstweg nach Süden. Der knickt dann zum Glück schnell wieder nach Westen ab und führt uns zum Nordende vom Post Weiher. Hier sehen wir im Süden schon den Campingplatz auf dem wir heute Abend eine Hütte gebucht haben. Noch kurz am östlich am Weiher entlang und einmal den Campingplatz umrunden bis wir dort an der Rezeption stehen und den E1 für heute verlassen. An der Rezeption werden wir bereits erwartet und freundlich empfangen. Man zeigt uns unser „Lavendelhäuschen“ -eine urige Hütte- und weist uns in alles ein. Alles ganz unproblematisch und prima. Erstmal duschen und etwas ausruhen. Dann zur campingplatzeigenen Pizzeria mit anschließendem Bummel bei Livemusik über den Campingplatz. Und ab in die Flohkiste.