Tag 1 von 3:

Planung:
Nach acht Monaten Wanderpause starten wir heute in eine Dreitagewanderung. Heute? Nicht ganz. Wir reisen erstmalig am Vortag an, um den ersten Wandertag ganz entspannt beginnen zu k├Ânnen. Kilometerm├Ą├čig erwartet uns auch kein Hexenwerk sondern schlappe 20km bis Darmstadt

Entspannt wachen wir durch das Piepsen von Ps Digitalarmbanduhr um 7 Uhr 20 auf und machen uns bummelig wanderfertig. Unser Dreierzimmer ist urig und liegt direkt neben dem Tresen der Schankwirtschaft. Leider gibt es hier vor Ort heute kein Fr├╝hst├╝ck.
-Gestern brauchten wir mit dem Auto geschlagene sechseinhalb Stunden von Hamburg nach Dreieichenhain. Stau Baustelle Stau. Spielraum das Auto, wie urspr├╝nglich geplant, in Birkenau abzustellen und dann noch entspannt lange vor Toresschluss (22Uhr) in in der Herberge einzukehren, war nicht mehr drin. Meine Wanderkumpanen setzten mich also mit allem Klimbim zum Check-In am Gasthof ab und machten sich noch auf den Weg Ps Wagen in Darmstadt am Lichtwiesenweg abzustellen. Nach dem freundlichen Einchecken und Zahlen ging ich zu Fu├č nach Dreieichenhain und wartete ewig auf die beiden. Als meine Mitwander endlich eintrafen dunkelte es schon und wir wanderten den Kilometer aus der Ortschaft heraus -nat├╝rlich auf dem E1- zum Waldhaus Hotz. Dort war bereits Aufr├Ąumen angesagt, und keine Bestellung mehr m├Âglich, aber wir hatten uns gl├╝cklicherweise schon unabh├Ąngig in Superm├Ąrkten zum Abendessen versorgt. So mussten wir uns nur noch bettfertig machen und mit Vorfreude auf den ersten Wandertag einschlafen.-

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Alte Markierung des 50sten Breitengrades. Laut GPS nicht mehr so recht stimmig.

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Zickzack Wegf├╝hrung bei Langen

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Geradeaus und flach bei sch├Ânem Wetter

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Wei├če Sitzkiesel?

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Wildmeisterschneise = gerader Forstweg

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Sehensw├╝rdigkeiten am E1 im n├Ârlichen Odenwald

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Bunte V├Âgel

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Bahnlinie und hinen Rangierbahnhof

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Mauer und Teich nahe Jagdschloss Kranichstein

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Kranichstein seitlich

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Jagdschloss Kranichstein mittig

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E1 Marker mit Karte!

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Oberwaldhaus

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Mohn

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Endlich mal eine E1 Markierung auf der Ostsee statt Nordsee steht. Wo kommt der E1 denn an die Nordsee?

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Verdientes Abendbrot auf der Terrasse

Das Wetter soll das ganze Wochenende eigentlich gut sein nur mit etwas Gewitterwahrscheinlichkeit. Heute sind Temperaturen um 20┬░C zu erwarten. Also perfekt zum wandern. Der E1 f├╝hrt uns erst mal nach Westen um den Gasthof herum und beim Versuch mit dem ersten Fotos des Tages dokumentarisch die Unterkunft festzuhalten, streikt meine nur elf Jahre alte Kamera und will sich nicht mehr in den Fotomodus begeben. Verdammt! Ab jetzt also nur noch Smartphonefotos. ­čÖü Wir erreichen fast nebenan ein weiteres Ausflugsziel mit Restaurant. Leider ist auch hier Aufr├Ąum- und Putzstimmung und somit nicht an Kaffee oder gar Fr├╝hst├╝ck zu denken. Also gehen wir weiter, nun wieder nach S├╝den, ├╝berqueren die B 486 und kommen an die Ausl├Ąufer des St├Ądchens Langen und auch in H├Ârweite der Autobahn A 661. Der Weg wird ebenfalls zu einem sehr geraden, flachen granulatbedecktem Forstweg. Na toll! Die Forstwege heissen alle ÔÇ×so-und-so SchneiseÔÇť. Merkw├╝rdig. Erst nach etwa 5km verlassen wir die H├Ârweite der Autobahn, der Weg bleibt aber eher unaufregend und geht stetig s├╝dw├Ąrts. Erst nach 10km erreichen wir das Forsthaus Kalokofen. Mit Pfauen und anderem bunten Federvieh. Leider hat hier die Gastwirtschaft auch erst in 2 Stunden auf, so gehen wir weiter und hoffen auf die in 300m Entfernung angepriesene ÔÇ×DianaburgÔÇť. Was das wohl tolles ist? Nach kurzem Weg macht sich Ern├╝chterung breit. Hier befindet sich ledigliche eine Au├čenstelle des Standesamts f├╝r ein bisschen romantische Hochzeiten im Gr├╝nen. Immerhin gibt es eine M├Âglichkeit zur Pause auf einer Bank, die wir nutzenÔÇŽ Leider immer noch kein Kaffee. Bei mir machen sich langsam Kopfschmerzen breit.
Kurz nach der Pause erreichen wir ein totes Gleisende mit altem, rostigen Eisenbahnmaterial. Ein wenig genutzter Rangierbahnhof nehmen wir an. Von hier aus geht es ├╝ber die ÔÇ×FeldschneiseÔÇť wieder etwas eint├Ânig geradeaus, aber nach 14km erreichen wir Jagdschloss Kranichstein. Das ist doch schon sehr sehenswert. Eine Hochzeitsgesellschaft will hier in K├╝rze feiern. Wir bef├╝rchten schon auch hier keinen Kaffee zu bekommen, werden aber doch am Bistro neben dem Kavaliersbau mit Kaffee und Kuchen bedient. Gl├╝ck gehabt!
Im weiteren Verlauf wird der Weg zusehends gef├Ąlliger, da leicht gewunden. Schon kurze Zeit sp├Ąter erreichen wir das Oberwaldhaus, ein uriges Gasthaus wie aus dem M├Ąrchen. Das nahe Freizeitzentrum Steinbr├╝cker Teich mit Bootsverleih sieht auch gem├╝tlich und einladend aus. Nicht weit f├╝hrt der E1 an den Waldrand und geht in einer gro├čen Rechtskurve immer zwischen Wald und Feld entlang. Hier bl├╝ht es sehr sch├Ân. Vor allem der viele Mohn gef├Ąllt uns sehr.
Bei Kuhstall und K├Ąserei Hofgut Oberfeld erreichen wir Darmstadt von Osten her. In die Erbacher Stra├če m├╝ssen wir scharf nach S├╝den abknicken. Durch Reiherw├Ąldchen und ├╝ber Bahnschienen gelangen wir langsam in das UNI Gel├Ąnde der TU Darmstadt. B smst schon seit einiger Zeit mit unseren baldigen Gastgebern und wir beraten, wo wir denn den E1 verlassen um entweder zum Auto oder zu den Freunden zu gelangen. Wir verpassen nat├╝rlich dabei am Vivarium wieder mal eine E1 Abzweigung und biegen daher nach den Kleing├Ąrtnerverein scharf nach rechts, Westen zum Campus ab weg von E1 und steuern Mensa und Biergarten an. Ist aber alles geschlossen. Also noch ein St├╝ck weiter westw├Ąrts, richtung Auto und da steht schon unsere Gastgeberfamilie und begr├╝├čt uns freudig mit mitgebrachtem Radler. Klasse! Wir stellen unser Gep├Ąck schon mal ins Auto und d├╝rfen dann noch mit den Profis eine Runde Discgolf spielen. Das macht riesig Spa├č. P und ich m├╝ssen leider nach ein paar Bahnen feststellen dass unsere Wurfschulter solch ungewohnte Belastungen nicht mehr mitmacht und m├╝ssen die letzten Bahnen auslassen. B hingegen durchlebt seinen zweiten Fr├╝hling und spielt wie ein junger Gott auf. Anschlie├čend fahren wir mit den Autos zu unseren Gastgebern nach Hause und machen uns einen sehr sch├Ânen Abend bei Burger und Bier auf der Terrasse. So kann es doch bitte immer sein! ­čÖĆ

Sorry f├╝r die miesen Fotos! ­čśź